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Bildungsoffensive
Eltern
auf die Schulbank!?
In
der Pisa-Studie wurde festgestellt, daß der
Schulerfolg zu einem weitaus höheren Anteil vom
Elternhaus als von der Schule abhängt. Viele
Lehrer nahmen dies erfreut zur Kenntnis – bestätigte
es doch ihre Auffassung, daß die Schule als
„Reparaturbetrieb" für das Versagen
der Eltern herhalten muß und deren Fehler auszubügeln
hat. |

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| Und
das Ergebnis lieferte auch gleich die passende Absolution:
Die Eltern sind schuld! Solange die nicht in der Lage
sind, ihre Kinder vernünftig zu erziehen, sollte
man die Schuld am Bildungselend auch nicht den Lehrern
und den Schulen aufhalsen. Daß Vorurteile, die
Lehrer bei ihrer eigenen Berufsgruppe beklagen, sich
nunmehr gegen Eltern richten, ist jedoch für
keine Seite hilfreich!
Dennoch – neben unfähigen
Lehrern gibt es auch genügend Eltern, die ihren
Erziehungsaufgaben nicht gewachsen sind und dies viel
lieber den pädagogisch fähigen Lehrern überlassen
wollen. Hilfe zur Selbsthilfe verspricht der frühere
Schuldirektor Adolf Timm mit seinem Konzept des „Elterntrainings”.
In Seminaren bringt er interessierten Eltern bei,
wie sie sich verhalten sollten und ihre Kinder besser
fördern können. Zur weiteren Verbreitung
seiner Idee werden derzeit „Elterntrainer"
ausgebildet. Gar nicht schlecht, meint Schulkritik.
Was jetzt noch fehlt, sind natürlich die dazu
passenden „Lehrertrainer". |
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www.elterntraining-schulerfolg.de
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(in Arbeit) / E401 /
16.10.08 |
Lehrer dürfen
Schüler mit Stockhieben züchtigen
In den USA schon bei kleinen
Vergehen üblich
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Schule
und Politik in Preussen (1849). „Die
unartigen Kinder” sind hier Pressefreiheit,
Petitionsrecht, Freies Versammlungsrecht,
Redefreiheit und Clubrecht. |
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Nicht
ohne Stolz berichtete im Jahre 2005 der Schulleiter
eines Hessischen Gymnasiums von der eigenen
Schülerzeit, als ihn seine Lehrer mit Prügel
bestraften und ihm „dies auch nicht geschadet
hätte”. Mit bedauerndem Gesichtsausdruck
bekräftigte er, unsere heutigen Gesetze
seien schuld, daß der Rohrstock als wirksames
Zuchtmittel keine Verwendung mehr findet.
Dieser Schulleiter –
er wurde glücklicherweise in die vorzeitige
Pension verabschiedet – wäre besser
frühzeitig in die USA ausgewandert. Hier
hätte er seiner Neigung zumindest an den
staatlichen Schulen bis heute ungestraft nachgehen
und schon bei kleinen Vergehen (unerlaubtes
Sprechen, Kaugummikauen, Küssen, Mißachtung
der Kleiderordnung) auf die Schüler einprügeln
können. Anlaß bietet jegliche Form
von Ungehorsam (disobedient behaviour).
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In 21 Bundesstaaten der USA
ist den Lehrern die körperliche Züchtigung
von Schülern erlaubt – und es wird kräftig
Gebrauch davon gemacht. Besonders berüchtigt
sind Texas, Mississippi und Alabama. Die dortigen
Lehrer bevorzugen das Schlagen mit Holzpaddeln (in
Tennisschläger-Größe) aufs Gesäß
– nach einer Studie der Menschenrechtsorganisationen
Human Rights Watch und American Civil Liberties Union
(2007/08) oft bis an die Grenze einer gefährlichen
Verletzung. Jungen wurden dreimal häufiger geschlagen
als Mädchen, schwarze und indianische Kinder
häufiger als weiße – obwohl hier
jeweils keine größere Zahl der Disziplinverstöße
nachzuweisen war. Prügelstrafen bekommen schon
die Vorschulkinder (ab 3 Jahre) und mit einer überdurchschnittlichen
Häufigkeit auch Schüler mit geistigen und
körperlichen Behinderungen.
So erziehen Lehrer die Kinder
schon in der Schule zu gewalttätigem Verhalten.
Eltern sind dagegen machtlos: Proteste haben keine
Chance bei Polizei oder Justiz, denn prügelnde
Lehrer genießen in den betreffenden Bundesstaaten
Immunität und brauchen keine Rechenschaft abzulegen.
Und die Gesellschaft wundert sich, wenn die Gewalt
dann auch im späteren Leben der heutigen Kinder
und Jugendlichen als Mittel zur Problemlösung
und Bestrafung bevorzugt wird.
Der zunehmenden Gewalt versucht
der Staat mit Gegengewalt zu begegnen. Ab Sept. 2008
dürften Lehrer in Texas mit dem Colt am Gürtel
zur Schule erscheinen, um Amokläufer frühzeitig
erschießen zu können. Daß schon im
Verdachtsmoment sofort geschossen werden darf, ist
gesetzlich festgelegt. Die Gewaltbilanz – Liste
der bisherigen Amokläufe
an amerikanischen Schulen – ist lang.
Quellen: „200.000
Kinder kriegen Stockhiebe” (TAZ, 21.8.08); „USA:
Lehrer züchtigen Schüler mit Stöcken”
(Focus, 21.8.08); „200.000 US-Schüler werden
geschlagen” (Spiegel-Online, 22.8.08); „Modernes
Texas: Bewaffnete Lehrer sollen Amokläufer erschießen
(NilsOle.net, 23.8.08).
pdf
/ E404
/ 16.10.08 |
| Welcher
Elterntyp sind Sie?
…
mal ganz ehrlich:
autokratisch
– autoritäre Eltern, bei denen die
Kinder unbedingten Gehorsam zu leisten haben
(„Befehlsempfänger”).
autoritär
– wie autokratisch, nur daß Kinder
ihre Meinung zwar äußern dürfen,
doch die Entscheidung ihrer Eltern ohne weiteren
Widerspruch zu akzeptieren haben.
demokratisch
– Kinder ernst nehmen und Diskussionen
gleichberechtigt zulassen; „Führen”
im Hintergrund; Angebot ständiger Hilfe.
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egalitär
– Gleichberechtigung zwischen Kindern
und Eltern mit gleichen Rechten und Pflichten.
laissez-faire
– ohne Regeln „einfach machen lassen”;
Stil der sogenannten „antiautoritären
Erziehung”.
permissiv
– Eltern bieten keine Anleitung und Entscheidungshilfe
und halten sich zurück, um die Selbständigkeit
zu fördern.
negierend
– wie permissiv; doch sind die Eltern
an keiner Form der Kindererziehung interessiert.
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pdf
/
E403 / 16.10.08 |
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An
Geld für Bildung …
… ist kein Mangel.
Daß die Regierung keine noch so hohen
Ausgaben scheut, bewies einmal mehr die für
Bildung zuständige Bundesministerin Annette
Schavan (CDU). Für die Strecke
von Stuttgart nach Zürich (147 km Luftlinie)
nahm sie am 20. Mai 2008 einen Hubschrauber
der Berliner Flugbereitschaft der Bundeswehr
in Anspruch (1330 Flugkilometer). Der (laut
BamS) nicht ausgebuchte Lufthansa-Flug um
15.20 Uhr ab Stuttgart (Ankunft 16.10 Uhr
in Zürich) war ihr wohl nicht standesgemäß
(in der bequemen Business-Class: 329 Euro).
Daß sie abgehoben
ist, ergibt sich aus der Wahl des Fortbewegungsmittels.
Und vielleicht auch angesichts geschätzter
„Bildungskosten” in Höhe
von 26.500 Euro. |
Für
die Bildung?
„Ich kann die
ganze Aufregung nicht verstehen.” „Denn
wenn man eine Flugbereitschaft hat, die nicht
genutzt werden kann, damit die Regierung ihre
Geschäfte ordnungsgemäß erledigt,
dann verstehe ich gar nicht, was das Ganze
soll." (CDU-Fraktionschef Volker Kauder
in BILD).
Fehlt es hier an Bildung?
Aufgebrachte Steuerzahler sollten sich beruhigen:
die Bildungsministerin flog zu einem wichtigen
(!) Interview bei der „Neuen Züricher
Zeitung”. Eine halbe Stunde Verspätung
war da nicht drin! Oder will die
Ministerin gelobt werden, denn die Flugbereitschaft
zahlt schließlich die Bundeswehr! Ersparnis
für die Bildung: ein nicht benutzter
Linienflug: 329 Euro! |
Für
die Umwelt? |
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Und was ist mit dem
Umweltschutz? Bundesumweltminister Sigmar
Gabriel (SPD) dürfte sich angesichts
seines eigenen Umweltbewußtseins wohl
lieber raushalten: Am 8. Aug. 2007 pendelte
er als einziger Passagier in einem Regierungs-Jet
zwischen Mallorca-Urlaub und Berlin zur Kabinettsitzung:
44,66 Tonnen Kohlendioxid auf 6.380 km Flugstrecke!
Hierzu in Schülerkritik:
„Miese
Vorbilder!? Argumente für Schüler!”
pdf
/ E402
/ 16.10.08 |
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| www.schülerkritik.de
(16.10.08)
Miese
Vorbilder!? Argumente für Schüler!
„Non
vitae, sed scholae discimus” ist also richtig!
Was wäre, wenn …
…sich Schüler
an Vorbildern aus der Lehrerschaft orientieren würden?
… Während sich die Mehrzahl der Lehrer
zweifellos anstrengt, ein möglichst untadeliges
Verhalten zu zeigen, scheint es unseren Politikern
völlig egal zu sein, was Schüler von ihnen
denken. Wie sonst wäre zu erklären, daß
ausgerechnet die Bundesbildungsministerin Annette
Schavan (CDU) zahlreiche Verhandlungstermine
bei der Europäischen Gemeinschaft in Brüssel
einfach schwänzt .…weiter… |
Beratungsstellen
www.bundesnetzagentur.de
– Liste verschiedenster Beratungsstellen
als pdf herunterladen (z.B. über die angebotene
Suchfunktion, Stichwort „Schüler”).
www.bildungsserver.de
– Elternberatung als Teilaspekt auf dem
umfangreichen Bildungsserver.
www.bke-beratung.de
– Onlineberatung für Jugendliche
und Eltern (kostenlos und anonym)
www.starke-eltern.de
– Erziehungsfragen und das Vermeiden
von Suchtgefahren bei Kindern und Jugendlichen, in
Kooperation mit der AOK-Krankenkasse.
www.familie-ist-zukunft.de
– Familiennetzwerk, Initiative Familien e. V.
Rechtsextremismus
www.elternberatung-ost.de
– Beratung für Eltern und Angehörige
von Kindern und Jugendlichen in der rechtsextremen
Szene
www.netz-gegen-nazis.de
–
Initiative gegen Rechtsextremismus mit Elternberatung,
Hinweise, Erfahrungsberichte und Ratgeber.
Drogen
/ Suchtmittel / Straftaten
www.polizei-beratung.de
– Schutz vor Kriminalität, Infos
zu zahlreichen Themen, u. a. auch über Drogen
(Kinderschutz, Mißbrauch, Verhaltensweisen).
www.elternimnetz.de
– „Eltern im Netz” –
Website des Zentrums Bayern, Familie und Soziales,
Bayerisches Landesjugendamt
www.drogensoforthilfe.de
– informative Website des nicht-kommerziellen
Vereins Justin-Rockola-Soforthilfe e.V. in München
www.fdr-online.info
– Fachverband der Drogenhilfe in Deutschland;
Hilfe für Suchtmittelabhängige Menschen
www.suchtmittel.de
– unabhängiges, privates Info-Portal
über Sucht und Drogen
Bildung
/ Weiterbildung
www.weiterbildung-fuer-schulen.de
– Forum Eltern und Schule
/ Austausch und Begegnung
Publikationen
Bildung
auf einen Blick 2008
(Neuerscheinung)
521
S.; jährlich erscheinendes Kompendium der OECD
mit international vergleichbaren Bildungsstatistiken;
eine pdf-Version (derzeit in engl. Sprache) finden
Sie im Internet unter www.oecd.org

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Bildung
in Deutschland 2008
(Neuerscheinung)
352
S.; Bielefeld (WBV Bertelsmann); ISBN 978-3-7639-3663-2);
39,90 €. Eine pdf-online-Version dieses
zweiten nationalen Bildungsberichts für
Deutschland (Gesamtschau aller Bereiche des
Bildungssystems) finden Sie im Internet unter
www.bildungsbericht.de
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Bildungsmonitor
2008
(Neuerscheinung)
174
S.; Forschungsbericht des Instituts der deutschen
Wirtschaft Köln im Auftrag der Initiative Neue
Soziale Marktwirtschaft (INSM). Eine pdf-online-Version
und eine Kurzfassung finden Sie im Internet unter
www.insm-bildungsmonitor.de

Bildung
neu denken! Das Zukunftsprojekt (2003);
Hrsg: vbw, Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft
– 353 S.; Opladen (Leske+Budrich; ISBN 3-8100-4110-6);
24,90 €.
Bildung
neu denken! Das juristische Konzept (2005);
Hrsg: vbw, Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft
– 204 S. Wiesbaden (VS Verlag f. Sozialwiss.);
ISBN 3-531-14825-7); 22,90 €.
Bildung
neu denken! Das Finanzkonzept (2004);
Hrsg: vbw, Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft
– 189 S. Wiesbaden (VS Verlag f. Sozialwiss.);
ISBN 3-531-14324-7); 19,90 €.
www.bmbf.de
–
Bundesminist. f. Bildung u. Forschung (viele
Schriften und pdf)
www.destatis.de
– Statistisches Bundesamt
Deutschland (mit Auskunftsdienst)
www.weiterbildung-fuer-schulen.de
– Forum Eltern und Schule/Austausch
und Begegnung
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| 16.10.08
Nachhilfe-Unterricht: Warnung
vor Scientology
Die aus den USA stammende,
kommerziell ausgerichtete Organisation „Scientology“,
welche sich selbst als Kirche bezeichnet, baut
in Deutschland verstärkt ihr Netz von Nachhilfeinstituten
für Schüler aus. Viele Eltern sind
nicht in der Lage, unter den rund 4.000 privaten
Nachhilfeinstituten jene herauszufiltern, die
Scientology zuzurechnen sind. Der Deutsche Philologenverband
(www.dphv.de
)
nennt folgende Merkmale:
- Namen wie „Nachhilfe
und Lerntechniken“, „Zentrum für
individuelles und effektives Lernen“,
„Appied Scholastics“ oder „Ziel
Concept“;
- Schriften von Sektengründer
Hubbard, z. B. über „Dianetik";
- Sektenfragebogen mit
dem Abbild von Albert Einstein auf dem Titel.
E403
doc.info /
pdf (in Arbeit) |
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